Berliner Schülerzeitungen, die uns 2015 gefallen haben

Es war das Jahr der Newcomer: 2015 wurden viele Schülerzeitungen
gegründet oder aufpoliert. Vier bemerkenswerte Ausgaben im Kurzportrait.

 

ohneOHnE

Es geht nicht OHnE. Zusammen mit der MORON hat es die Schülerzeitung erneut auf den ersten Platz beim Berliner Schülerzeitungs-Wettbewerb geschafft.

Die Schülerzeitung besticht durch ihre Standpunkte. Sie scheut weder politische Themen, noch spart sie an Kritik zum schulischen Umfeld und Bildungswesen. Obendrein ist die OHnE ein gestalterisches Meisterwerk mit beachtlichem Umfang. Nachdem ein breites Team aus der Oberstufe die OHnE kontinuierlich zum „Spiegel unter den Schülerzeitungen“ machte, rücken nun auch untere Klassenstufen in die Redaktion nach. Im Juni folgt die nächste Ausgabe – und die soll es noch einmal toppen. Klingt fast unmöglich, aber sie meinen es ernst! hn

 

shyftShyft

Besser konnte der Start nicht gelingen. Für ihre erste Ausgabe erhielt die Schülerzeitung Shyft den begehrten Newcomer-Preis im Landeswettbewerb.

Dabei war bis zuletzt noch nicht klar, ob die Schülerzeitung tatsächlich das Licht der Welt erblicken wird. Die offene Redaktion, in der Schüler der Klassenstufen 7 bis 12 mitarbeiten, trifft sich in den Pausen in ihrem Schülerzeitungsraum, auch liebevoll „Kabuff“ genannt, oder dem „Schwarzen Café“ in Charlottenburg. Dazu passt auch die stilsichere Gestaltung: Minimalistisches Cover, durchdesignte Seiten, tolle Illustrationen und Fotos ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Auch inhaltlich weiß das Blatt als Sprachrohr für Schüler zu überzeugen. kb/hn

 

mbsnmbs Newsreport

Nur wenige Schülerzeitungen aus beruflichen Schulen und Oberstufenzentren gibt es – und nur sehr wenige sind so ansprechend wie der mbs Newsreport, der dreifache Preisträger des Berliner Schülerzeitungs-Wettbewerbs.

Für das Coverbild ihrer Titelgeschichte „Stream Wars“, eine kritische Auseinandersetzung mit Netflix und Co, legten sich die Redakteure selbst in Schale. Ihre ansprechenden Fotografien umrahmen die sonst eher unprätentiös wirkende Schülerzeitung. In ihren Texten behandeln sie Fluchtgeschichten und unsere Beziehung zu Europa. Doch auf den meisten Seiten bietet die mbs Newsreport ein detailreiches Portrait einer lebendigen Schule. Schlicht gelungen – und hoffentlich nicht die letzte Ausgabe. hn

 

monamona

Neue Zeitung, neues Glück. Als Nachfolger der „DaVinci-Times“ hat die Schülerzeitung mona den Extrapreis für ihre Schwerpunkt-Ausgabe zum Thema Flucht und Asyl abgestaubt.

Zusammenarbeit wird hier großgeschrieben. Hinter der mona steht eine bunt gemischte Redaktion mit Schülern jeder Klassenstufe. Gemeinsam reflektieren sie nicht nur ihren Schulalltag, sondern setzen sich in jeder Ausgabe intensiv mit je einem wichtigen gesellschaftlichen Thema auseinander. Nach den Schwerpunkten „Inklusion“ und „Angst“, folgte im vergangenen Jahr die preisgekrönte Ausgabe „Flucht“. Die mona überzeugt durch ihre nachdenklichen und tiefgründig behandelten Inhalte. Ein wahrer Schatz unter den Jugendmedien. hk

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