Regularien Schülerzeitungswettbewerb

Ziel des Wettbewerbs

Der Berliner Schülerzeitungswettbewerb (SZW) prämiert herausragende Leistungen von Schülerzeitungsredaktionen und fördert deren Engagement. Der Wettbewerb stärkt so die Schülerpresse als ein wesentliches Element demokratischer Schulkultur und schulischer Meinungsbildung. Dabei steht die Schülerzeitung als Sprachrohr der Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt: altersgemäße Interessenwahrnehmung, angemessene sprachliche Darstellung und verantwortungsvolle Partizipation am Schulleben werden neben der Darstellung altersgemäßer außerschulischer Themen vorrangig bewertet.

Der Wettbewerb ist ein gemeinsames Projekt der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (SenBJF) und der Jungen Presse Berlin (JPB). Er ist die Berliner Vorrunde des von den Ländern der Bundesrepublik in Zusammenarbeit mit der Jugendpresse Deutschland veranstalteten Schülerzeitungswettbewerbs der Länder (kurz: Bundeswettbewerb). Der Wettbewerb wird unterstützt durch Sponsoren und weitere Partner.

Teilnahmebedingungen

Teilnehmen können Schülerzeitungen aller Schularten des Landes Berlin.

Für die Teilnahme am Wettbewerb müssen neben dem gut lesbar ausgefüllten Anmeldebogen, der bei der Jungen Presse Berlin heruntergeladen werden kann, jeweils fünf Exemplare einer Schülerzeitungsausgabe eingereicht werden. Die eingereichte Ausgabe muss aus dem Schuljahr 2020/21 oder dem Kalenderjahr 2020 stammen. Einsendeschluss ist der 30. November 2020 – er kann von der Jury verlängert werden.

Die Schülerzeitungen können als Printmedien oder als Online-Schülerzeitung vorliegen. Die Regelmäßigkeit des Erscheinens muss nachgewiesen werden. Einzelausgaben für den Wettbewerb sind nicht zulässig.

Schülerzeitungen, die beim SZW in zwei aufeinander folgenden Wettbewerbsrunden einen Preis in ihrer Schulkategorie erhalten haben, sind in der darauffolgenden Runde von der Teilnahme innerhalb der Schulkategorien ausgeschlossen. Danach können sie sich erneut beteiligen. Die individuelle Teilnahme an den Sonderpreisen ist davon nicht berührt.

Kategorien

Hauptpreise

Die eingereichten Schülerzeitungen werden nach Schularten getrennt. Die Zeitungen werden nach dem höchstmöglichen Abschluss der Schule eingeordnet:

  1. Grundschulen
  2. Förderschulen.
  3. Integrierte Sekundarschulen ohne gymnasiale Oberstufen
  4. Oberstufenzentren
  5. Integrierte Sekundarschulen mit gymnasialer Oberstufe/ Gymnasien

Die Jury bestimmt für jede Schulart einen 1. bis 3. Platz. In besonders begründeten Fällen kann derselbe Platz mehrfach vergeben. Ebenfalls kann in besonders begründeten Fällen auf die Auszeichnung eines Platzes ersatzlos verzichtet werden.

Extrapreise und „lobende Erwähnungen“

Zusätzlich kann die Jury Extrapreise für besondere Leistungen (z.B. „Layout“, „Newcomer“ etc.) vergeben oder „lobende Erwähnungen“ aussprechen. Während Extrapreise wie die Hauptpreise mit einem Geldbetrag dotiert sind, sind dies „lobende Erwähnungen“ nicht.

Sonderpreise

Neben den Schulkategorien können verschiedene Partner auch Sonderpreise für spezifische Themen vergeben. Dabei legen sie die Preisträger nach ihren Kriterien fest.

Auf die Sonderpreise können sich die Schülerzeitungen individuell bewerben, die Hauptjury kann aber auch Zeitungen für einen Sonderpreis vorschlagen. Auch Preisträger in den Schulkategorien können Sonderpreise gewinnen.

Derzeit sind folgende Organisationen als Sonderpreispartner am SZW beteiligt:

  • Senatsverwaltung für Kultur und Europa
  • Unfallkasse Berlin
  • JugendKulturService
  • Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung

Jury und Bewertungskriterien

Die SenBJF und die JPB berufen die Jury ein: Neben Vertreterinnen und Vertretern der JPB und der SenBJF können Vertreterinnen und Vertreter von jup!, Berufsjournalistinnen oder -journalisten sowie Grundschülerinnen und -schüler aus einem anderen Bundesland einbezogen werden. Auf der Jurysitzung werden die eingesendeten Zeitungen bzw. Onlinezeitungen innerhalb der Schulkategorien bewertet.

Im Bewertungsverfahren werden folgende Punkte berücksichtigt:

  • Darstellung des Schullebens: Die Schülerzeitung spiegelt Mitverantwortung und Mitgestaltung in der Schule wider.
  • Einbeziehung jugendrelevanter Themen im außerschulischen Bereich: Die Schülerzeitung setzt sich mit dem politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Geschehen in der Region, im Land und in der Welt auseinander.
  • Interessenvertretung: Die Schülerzeitung berücksichtigt die Interessen und Probleme der Schülerschaft angemessen.
  • Zielgruppenorientierte Gestaltung in Inhalt, Erscheinungsbild, Sprache und Stil
  • Argumentationsniveau, Originalität und Kreativität
  • Strukturierung übersichtliche Themenstruktur, Schwerpunktthemen
  • Layout, grafische Gestaltung, Titelbild
  • Crossmedialität, Online-Berichterstattung und Social Media
  • Anzahl der Ausgaben im Jahr: Erscheint eine Schülerzeitung mehr als einmal im Schuljahr, soll dies von der Jury positiv einbezogen werden. Hierfür sollen die Schülerzeitungen die Zahl der Ausgaben in einem Schuljahr im Teilnahmebogen angeben.

Im Rahmen der Jurysitzung werden auch Vorschläge für Sonderpreise gesammelt und an die Sonderpreispartner weitergeleitet.

Preise

Die Preisträgerinnen und -träger erhalten Geldpreise. Bei den Haupt- und Extrapreisen entscheidet über deren Dotierung die Jury jährlich neu. Die Dotierung der Sonderpreise obliegt den jeweiligen Sonderpreispartnern. Die Sachpreise können neben materiellen Gütern auch professionelle Redaktionsworkshops umfassen.

Die Preisträger werden zwei Monate nach dem Einsendeschluss bekannt gegeben.

Bundeswettbewerb

Entsprechend den Bestimmungen des Bundeswettbewerb (Schülerzeitungswettbewerbs der Länder) darf das Land Berlin in jeder Schulkategorie zwei Schülerzeitungen an den Bundeswettbewerb weiterreichen. Die beiden bestplatzierten Schülerzeitungen der jeweiligen Schulkategorien werden entsprechend den Schulkategorien im Bundeswettbewerb zugeordnet. Gibt es in einer Kategorie nur einen Preisträger, so wird nur dieser eingereicht.

Sonderpreise, die eine Entsprechung im Bundeswettbewerb haben (z.B. „Europa“) werden für den jeweiligen Sonderpreis im Bundeswettbewerb nominiert. Gewinner eines „Newcomer“-Extrapreises werden für die Förderpreise des Bundeswettbewerbs nominiert, sofern in der aktuellen Wettbewerbsrunde welche vergeben werden. Online-Zeitungen werden – wenn sie qualitativ gut sind – auch für den Bundeswettbewerb nominiert. Zusätzlich können sich alle teilnehmenden Schülerzeitungen unabhängig von einer möglichen Nominierung im SZW auch für die Sonderpreise im Bundeswettbewerb bewerben.

Kontakt

Junge Presse Berlin

Johann Stephanowitz,
Vorstandsmitglied

Schwedter Straße 234, 10435 Berlin

johann.stephanowitz [æt] jpb.de

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Juliane Schumacher,
Kooperationsprojekte kulturelle Bildung

Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin

juliane.schumacher [æt] senbjf.berlin.de